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Übersicht aller Vereine, Verbände, usw.

Im Rahmen der Zukunftswerkstatt zur Dorfentwicklung für Barlt habe ich eine Übersicht erstellt, in der alle Vereine, Verbände usw. bis hin zur Gemeindevertretung aufgeführt sind.

Ergänzungen und/oder Kritik werden gerne beim nächsten Treffen der Zukunftswerkstatt, deren Termin in der Dithmarscher Landeszeitung bekannt gegeben wird, bearbeitet.

Verena Götzke

Camping- bzw. Wohnmobilstellplatz in Barlt

Im Fragebogen zur Dorfentwicklung, der nach der Dorfkonferenz der Gemeinde Barlt im vergangenen April verteilt wurde, wurde mehrfach der Wunsch nach einem Camping- bzw. Wohnmobilstellplatz in Barlt geäußert.

Da mein Mann und ich seit Jahren am Wochenende oder im Urlaub mit dem VW-Bus von Campingplatz zu Campingplatz in verschiedenen Ländern unterwegs waren, habe ich die Aufgabe übernommen, herauszufinden, wie das Errichten eines Wohnmobilstellplatzes bzw. Campingplatzes für die Gemeinde Barlt möglich sein könnte.

Die spontane erste Recherche hat mich zu Frau Dittrich, Fachdienst Bau und Regionalentwicklung des Kreises Dithmarschen geführt. Ohne zu wissen, von welcher Fläche die Rede ist, konnte sie keine weiterführenden Aussagen tätigen. Ein Vorhaben- und Erschließungpslan, eine Bauleitplanung sowie ein Flächennutzungsplan wären jedoch unabhängig davon, wo in Barlt ein Camping- oder Stellplatz errichtet werden soll, nöti

Daraufhin habe ich im Internet gesucht. In der Landesverordnung über Camping- und Wochenendplätze (Camping- und Wochenendplatzverordnung) des Landes Schleswig-Holstein vom 13. Juli 2010, Gesamtausgabe in der Gültigkeit vom 31.07.2015 bis 30.07.2020, ist von der Definition des Begriffes Campingplatz, über Brandschutz, Größe der einzelnen Plätze usw. bis hin zum Bauantrag alles detailliert festgehalten, was zur Errichtung eines Camping- bzw. Stellplatzes nötig ist. Dazu gibt weiter die Landesbauordnung für Schleswig-Holstein Auskunft sowie die Baugebührenverordnung und die Landesverordnung über Verwaltungsgebühren in Angelegenheiten der Bauaufsicht.

Dann stieß ich auf eine Planungshilfe für Reisemobilstellplätze des Deutschen Tourismusverbandes e.V. DTV.

Auch hier wird der Begriff Reisemobilstellplatz definiert. Als ausgeprägte Individualisten werden die Reisemobilisten beschrieben, die weitgehend finanziell unabhäng und vor allem in der Nebensaison überaus reiseaktiv sind. Zur Zeit gibt es in Deutschland über 3600 Stellplätze mit ca. 62.000 Standplätzen (Stand 28.05.2018).

In der Planungshilfe werden Tipps zur Lage und Anbindung, zur Beschilderung, zu Kapazitäten, Platzgestaltung und Standplätzen gegeben. Es wird berichtet, was zu bedenken ist für die Abwasser- und Fäkalienentsorgung, Trinkwasser- und Stromversorgung, Abfallentsorgung, Sanitäreinrichtungen, Internet, Entgelte und Zahlungssysteme, barrierefreie Einrichtungen usw.

Zur Ermittlung der Wirtschaftlichkeit wird auf die Erforderlichkeit hingewiesen, eine Zielgruppen- und Potentialanalyse zu erstellen, die Größe und Ausstattung eines Reisemobilstellplatzes bestimmt.

Und dann las ich Erläuterungen zu einer unbedingt nötigen Standortanalyse mit dem Hinweis:

„Achtung: Nicht jeder Standort ist für einen Stellplatz geeignet. Ohne die Vernetzung mit touristischen Attraktionen besteht die Gefahr einer Fehlinvestition.“.

Daraufhin habe ich mich an an die Touristinformation Mitteldithmarschen Meldorf und Albersdorf in Meldorf gewandt, wo ich mit Prospekten und Listen zu Stell- und Campingplätzen in Dithmarschen und Umgebung versorgt wurde.

Nun wollte  ich sehen, was die Campingplätze in Dithmarschen bieten.

Der erste Weg führte mich zum Campingplatz Hohenkamp in St. Michaelisdonn Hopen am  Flugplatz. Mit Kaffee und vielen Informationen versorgten mich die Eigentümer.  Nach eigenen Angaben betreiben sie  seit Jahren diesen Platz. Alle anfallenden Arbeiten werden von ihnen selbst erledigt, täglich und das ganze Jahr hindurch. 

Als nächstes schaute ich  mir einen Stellplatz in Tellingstedt an, der auch mit Mitteln der EU gebaut wurde. Der ist, genau wie das nebenan liegende Freibad seit Jahren nicht mehr in Betrieb und verfällt.

Ein Blick auf die Campingkarte Schleswig-Holstein hat mir dann gezeigt, was die  Camping- und Stellplätze in Dithmarschen bieten, was Touristen offensichtlich anspricht: Wasser. Wasser, das fußläufig vom Platz zu erreichen ist. Das sind Plätze an der Eider, dem Nord-Ostsee-Kanal, der Nordsee wie z.B. Büsum, Westerdeichstrich, Meldorfer Hafen. Auch Stellplätze in Friedrichstadt und Heide werden genutzt.

Dann las ich etwas darüber, daß es möglich sein soll, auf dem eigenen Bauernhof fünf Stellplätze mit den entsprechenden Einrichtungen wie sanitären Anlagen usw. einzurichten (wie z.B. Bauernhofcamping Folger, Hedwigenkoog).  Auch ohne Wasser hat ein Bauernhof mit Hofhund, Katze und eventuell Familienanschluss für Touristen seinen Reiz und Urlaubswert.

Ideen und Anregungen zu diesem Thema werden gerne in der Zukunftswerkstatt zur Dorfentwicklung Barlt, Termin in der Dithmarscher Landeszeitung, entgegengenommen.

Verena Götzke